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Von Hefe, CEOs und Metall fressenden Pflanzen: FameLab 2019

Eine leere Glasflasche und einen Korken – mehr brauchte Irina Formoso nicht, um die Zuschauer zu begeistern. Mit diesen Requisiten demonstrierte sie die skurrilen Methoden der Tiere zur erfolgreichen Fortpflanzung. Wissenschaftliche Fakten und jede Menge Unterhaltungswert sicherten Irina Formoso den ersten Platz beim Science-Slam FameLab in Regensburg.

Vier junge Frauen und zwei Männer trauten sich am Mittwochabend auf die Bühne der Alten Mälzerei. Gerade einmal drei Minuten Zeit blieb den Kandidatinnen und Kandidaten, um ein Forschungsthema auf den Punkt zu bringen. An Requisiten war nur erlaubt, was die Teilnehmer mit den eigenen Händen auf die Bühne tragen konnten. Erneut reisten die Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Deutschland zum Bayern-Contest nach Regensburg. Präsentiert wurde auf Deutsch oder Englisch.   

Auch Thora Schubert konnte die Jury mit ihrem Auftritt überzeugen und landete auf dem zweiten Platz. Gemeinsam mit Irina Formoso wird sie Bayern beim Deutschland-Finale von FameLab in Bielefeld vertreten. Die beiden erhalten außerdem Geldpreise sowie ein Kommunikationstraining in Berlin im Wert von 1.600 Euro.

Florian Uhrig gewann den Publikumspreis und darf sich über ein Jahresabo der Zeitschrift „New Scientist“ freuen.

Doch auch für die anderen Kandidatinnen und Kandidaten lohnte sich die Teilnahme: Sie erregten Aufmerksamkeit für ihren Forschungsbereich, denn FameLab ist seit dem Start im Jahr 2005 weltweit renommiert. In über 25 Ländern finden inzwischen FameLabs statt und bieten Nachwuchswissenschaftlern ein Sprungbrett für die Karriere.

Die Teilnehmerinnen und und Teilnehmer stellten sich einer Fachjury, die die Slams nach Inhalt, Klarheit und Charisma bewertete. In der Jury waren vertreten: Dr. Thomas Diefenthal, Geschäftsführer BioPark Regensburg, Prof. Dr. Thomas Fuhrmann, Vizepräsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg, Waltraud Parisot, Direktorin Theater Regensburg, und Michael Staab, Personalleiter Continental Automotive GmbH.

Bereits zum fünften Mal organisierte das Stadtmarketing Regensburg den bayerischen Vorentscheid. Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem von der Stadt Regensburg, BioPark Regensburg, Continental Automotive GmbH sowie vom Oberpfalz Marketing. Die deutschlandweite Koordination übernehmen British Council und Bielefeld Marketing

Mehr Informationen zu FameLab finden Sie auch unter www.famelab-germany.de oder auf der Homepage des Stadtmarketings unter www.stadtmarketing-regensburg.de.


Die Kandidaten und Themen im Überblick:


Wir kennen sie im Pizzateig und im Bier: die Hefe. Doch was hat sie mit Konzernbossen gemeinsam? Manuel Lenz zog erstaunliche Vergleiche und sorgte für Lacher im Publikum und in der Jury.

Irina Formoso hielt einen Science-Slam zum Thema „Sperm Competition“. Der verrückte Kampf um die Fortpflanzung im Tierreich brachte der 27-Jährigen den Sieg.

Mit viel schauspielerischem Talent und kreativen Requisiten demonstrierte Thora Schubert die erstaunlichen Fähigkeiten von Pflanzen im Bergbau. Hier werden Pflanzenarten eingesetzt, die Schwermetalle abwehren oder sie gezielt aus dem Boden absorbieren.

Patricia Berber brachte Publikum und Jury gleichermaßen zum Staunen: Ist es möglich, Stammzellen im Auge zu reproduzieren und damit vielleicht in Zukunft Blindheit zu heilen? An diesem Thema forscht sie am Universitätsklinkum Regensburg.

Wir alle nutzen täglich Google, um nach dem Weg oder der nächsten Bushaltestelle zu suchen. Aber wie können geographische Informationssysteme genutzt werden, um die Verbreitung von Krankenheiten vorherzusagen? Jessica Ortiz Huerta klärte auf.

Florian Uhrig sorgte mit Schnaps-Fläschchen auf der Bühne für Aufsehen. Diese Requisiten stellten den Sprit im Fahrzeug dar. Als letzter Kandidat zeigte er, wie Hybrid-Fahrzeuge funktionieren.

Fotos: Stefan Kiefer